Erneuerbare Energien

Wassersparen leichtgemacht!

 

Vergangenen Sommer litt Deutschland unter ausbleibenden Niederschlägen mit verheerenden Folgen für Landwirtschaft und Binnenschifffahrt. Und auch wenn wir in unseren Breitegeraden nicht wirklich unter Wassermangel leiden, gibt es gute Argumente für den sparsamen Umgang mit Wasser. Mit wenig Aufwand und zum Teil sehr geringen Investitionen lässt sich im Haushalt Wasser einsparen. Wie zeigen Ihnen, wie das geht!

Geschirrspüler im Eco-Programm

Nutzen Sie bei Ihrer Spülmaschine den umweltschonenden Eco-Modus: hierbei wirkt das Geschirr länger ein und die Spülmaschine verbraucht weniger und kälteres Wasser. Das dauert zwar etwas länger als das Standard-Programm, spart jedoch Wasser und Energie.

Waschmaschine voll machen

Gleiches gilt für die Waschmaschine: Auch sie läuft sparsamer im Eco-Programm ohne Vorwäsche. Wichtig ist, dass die Waschmaschine richtig voll ist. Dies spart Energie, Wasser und Waschmittel.

Wassersparende Armaturen einbauen

Sowohl für die Küche als auch fürs Badezimmer gibt es wassersparende Armaturen, die helfen, den Wasserverbrauch zu senken. Und ein Wasserhahn, der nach mehreren Jahren im Einsatz tropft, sollte schnellstmöglich ausgetauscht werden. Das hat zwei Gründe: Erstens fließen aus einem undichten Wasserhahn ungefähr 2000 Liter im Jahr. Zweitens minimiert eine Armatur mit Sparkartusche den Wasserverbrauch um bis zu 40 %.

Kurzes Badvergnügen

Verzichten Sie auf Vollbäder. Eine Dusche verbraucht nur einen Bruchteil des Wassers. Und auch die Länge der Dusche ist entscheidend: eine Verkürzung um fünf Minuten, spart bis zu 60 Liter Wasser.

Wasser sparen beim Zähneputzen

Während des Händewaschens und Zähneputzens sollte der Wasserhahn zugedreht werden, um Wasser zu sparen. In den zwei bis vier Minuten fließt das wertvolle Nass sonst ungenutzt ins Waschbecken. Gleiches gilt fürs Shampoonieren und Waschen in der Dusche.

Toilettenspülung richtig benutzen

Einer der größten Wasserfresser ist die Toilettenspülung. Der Verbrauch sinkt dramatisch, wenn die Spülung über eine Spartaste oder einen automatischen Spülstopp verfügt. Ein kleiner technischer Eingriff mit großer Wirkung.

Bewusst leben und Wasser sparen

Insgesamt gilt auch hier wie für viele Bereiche des Lebens: bewusstes Handeln und das Überdenken des eigenen Verhaltens sind von Vorteil. So lassen sich nicht nur Wasserkosten reduzieren, sondern auch der Energieverbrauch und die CO2-Emissionen senken.

Erneuerbare Energien

Die Energiewende in Deutschland- Erneuerbare Energien, Solar- und Windenergien

Die Energiewende in Deutschland

Ende Januar verkündete die Bundesregierung, dass sie nach dem beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie auch den Empfehlungen der Kohlekommission folgen und einen Ausstieg aus der Braunkohle bis zum Jahr 2038 anstreben wird. Damit ist ein weiterer großer Schritt Richtung Energiewende getan!

Der Energieanteil an der Stromerzeugung aus Sonne, Wind und Co. Soll nun rasch ausgebaut und damit die Energieversorgung umweltfreundlicher werden. Als die Nummer zwei im Strommix liegt der Anteil der erneuerbaren Energien aktuell bei knapp 38 Prozent (Stand: Ende 2018). Und es gibt bereits Tage, an denen der Strombedarf in Deutschland komplett durch die erneuerbaren Energien gedeckt wird. Der Solarenergie kommt dabei als klima- und umweltschonender Energielieferant eine entscheidende Rolle zu, da weder Treibhausgase noch Lärm oder Feinstaub freigesetzt werden!

Die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energieträger wird allerdings mit einem Strukturwandel einhergehen müssen:

Es wird mehr und kleinere Anlagen geben als bisher, vor allem werden sie dezentral über das ganze Land verstreut vorzufinden sein. Eine Herausforderung für die Transportnetze des so erzeugten Stroms. Deswegen ist es wichtig, dass die überregionalen Übertragungsnetze und die Verteilnetze entsprechend zügig ausgebaut werden.

Sonne, Wind und Co. erzeugen Energie weitaus unbeständiger als fossile Großkraftwerke, weil die Produktion jeweils abhängig vom Wetter ist. Deshalb muss die Energie aus Spitzenzeiten geschickt verteilt und/oder gespeichert werden, um auch bei Flaute hinreichend Energie anbieten zu können. Speicher und intelligente Netze müssen dazu weiterentwickelt werden. Für dennoch ungedeckten Bedarf muss es flexible Kraftwerke geben, die schnell hochgefahren werden können.

Neben diesen Herausforderungen, die in den kommenden Jahren zu bewältigen sind, kommt der Energieeffizienz eine entscheidende Rolle zu: Vor allem beim Heizen von Wohnraum und bei der Mobilität gibt es viele Möglichkeiten, Energie einzusparen:

Hauseigentümer werden darin unterstützt, Gebäude energiesparend zu sanieren, etwa durch Wärmedämmung oder moderne Heizungsanlagen. Um die Sanierungsrate zu erhöhen, gewährt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Investitionszuschüsse und zinsgünstige Darlehen. Außerdem fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Heizungsanlagen, die Wärme aus erneuerbaren Energien gewinnen.

Auch im Verkehrssektor wird der Umstieg auf abgasarme beziehungsweise abgasfreie Fahrzeuge gefördert. Damit soll die Luftqualität in den Städten verbessert werden. Um möglichen Käufern von Elektro- und Hybridfahrzeugen einen Anreiz zu geben, können sie hierfür eine Prämie beantragen. Steuererleichterungen bieten zusätzliche Vorteile.

Weitere Anreize setzt das Elektromobilitätsgesetz: Es schafft die Grundlagen dafür, dass Städte und Gemeinden den Verkehr für Elektroautos attraktiver machen können, beispielsweise durch eigene Parkplätze mit Ladestationen und die Erlaubnis, Busspuren zu nutzen. Und ein Förderprogramm soll den Ausbau der Ladestationen für Elektrofahrzeuge deutlich voranbringen.

Mit diesen Maßnahmen – aber auch ganz kleinen Dingen wie der Verzicht der Standby-Funktion am Fernseher oder das Ausschalten des Beleuchtung beim Verlassen eines Raumes – können wir zusammen die Energiewende in Deutschland schaffen!